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Kurorte

14. Mai 2018

Kurorte zählen unter den Städten zu den beschaulichen. Groß sind da höchstens die Kliniksklötze am Stadtrand, vielleicht die Stadtsparkasse noch. Kurorte sind so sauber, man könnte von den Bürgersteigen essen (wenn man denn runterkäme). In Kurorten besteht die Fußgängerzone aus Blumenläden und Boutiquen und Goldschmieden. Man grüßt sich auf der Straße und weiß auch außer Dienst, wer hier Doktor ist.

Sitzen vor Salinen.

So war das mal, und in manchen Kurorten ist es immer noch kaum anders. Sicher, die Lädchen kämpfen, und hübsche Ecken werden wegsaniert (man braucht Parkplätze dringlicher als Grün), doch einiges bleibt über die Zeiten erkennbar: der Anspruch, mit dem man hier baute, die Mühe, die im Stadtbild steckt, der ganze Stolz ihrer Bewohner.

9 Kommentare leave one →
  1. 15. Mai 2018 7:47

    Ja, städtische Kurorte haben einen besonderen Charme. Klinisch sauber und mit einer speziellen Infrastruktur, aber doch mit schönen alten Häusern, wie auf deinen Bildern. Der skurrile Sitzpilz vor der Saline wirkt ja fast kosmisch, ist das 60er-Jahre-Design? Salinen haben auf mich eine düstere Wirkung, ich war als Kind mal in Bad Salzuflen zur Kur, da fand ich die Dinger bedrohlich.

    • 15. Mai 2018 12:47

      Die Betonpilze sind konsequent die Bedachung von Sitzplätzen, Café und dem ganzen Kurzentrumsfoyer. Bauzeit 1981–83. Hat was, fand ich; die Salinen sind allerdings wirklich gigantisch im Vergleich zu denen, die ich so kenne.

  2. 15. Mai 2018 8:13

    Hehe, dass Sie sich im famosesten aller Hinterhöfe nicht blicken liessen. Von wegen Blumen und Kunst. Und Sie sind, den Photografien nach zu schliessen, geradenwegs dran vorbeigelaufen…
    Schade

  3. 15. Mai 2018 9:36

    Bad S, da muss ich mal hin, wenn ich das nächste Mal Richtung alte Heimat fahre, liegt ja direkt an der Autobahn. Mit Spaziergang durchs Gradierwerk, Sitzen unter Pilzen, tiefem Durchatmen. Danke für den Hinweis.

    • 15. Mai 2018 12:52

      Nicht die Eingangshalle des Kurzentrums verpassen, die ist … erstaunlich! (Bißchen gewöhnungsbedürftig eingerichtet, natürlich.)

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