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Totgesagte

7. Januar 2018

Man liest allenthalben vom Sterben der Blogs. Ich glaube nicht recht daran. Vor fünfzehn, zwanzig Jahren haben wenige gebloggt; heute bloggen wenige (ich nehme die Kommerzblogs dabei aus). Daß manche Blogs verschwinden, einschlafen, umziehen, sich verändern – in welchem Bereich wäre das nicht so? Manche kommen ja wieder; andere kommen neu hinzu.

Blogs und soziale Netzwerke sind zwei Paar Schuh, dienen verschiedenen Zwecken, befriedigen verschiedene Bedürfnisse. Blogs scheinen mir nicht sterblicher oder weniger sterblich als die Menschen, die sie schreiben.

 

 

 

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11 Kommentare leave one →
  1. 7. Januar 2018 20:44

    Leider befürchten die Blogger von Twoday.net schon sehr lange, dass diese Plattform, auf der ich meine ersten Blog-Erfahrungen machen konnte, irgendwann bald friedlich einschlummert. Neue Blogs können nicht mehr eingerichtet werden. Die restlich verbliebenen Nutzer schreiben nur noch „im eigenen Saft“ – also unter sich, weil niemand mehr von aussen hineingelassen wird.
    Gerade jetzt in diesem Moment gibt es Probleme mit dem Sicherheitszertifikat, Header sind nicht mehr sichtbar. Ich bin gespannt….

    • 7. Januar 2018 21:17

      Ja, das ist ein Problem — so viele der alten Plattformen gibt es nicht mehr. Meine alte ist auch abhandengekommen … Letztlich bleibt nur selber hosten (was ich aber auch noch nicht mache).

  2. 7. Januar 2018 21:46

    Meine Rede! Alles ist dem Wandel unterworfen.
    (Bin nun wieder da, nicht mehr dort.)

    • 7. Januar 2018 22:21

      Ich glaube, wenn wir über das Blogsterben klagen, beklagen wir immer bestimmte Blogs. Die fehlen halt, wenn man sie Jahre gelesen hat. Neue muß man dann erst finden. (Oder alte wieder-.)

  3. 7. Januar 2018 23:19

    Ich wusste gar nichts vom Blogsterben. Ich finde, es ist ein großartiges Medium für eine bestimmte Spezis von Menschen. Vielleicht sind die nicht (mehr) die Masse, aber das spricht ja nicht gegen Blogs. Bei WordPress seh ich jedenfalls keinen Anlass zur Sorge, dass es das bald nicht mehr geben könnte. :-)

    • 7. Januar 2018 23:24

      Die erste Welle der Blogger – so ums Jahr 2000 herum – ist weitgehend aus dem Netz verschwunden, und die Klage lautet: alle machen Fakebook, keiner mehr Blog. Ich glaube, einige Blogger sind wirklich in die sozialen Medien abgewandert, weil es halt das war, was sie lieber wollten. Aber eine Timeline ist kein Ersatz für ein Blog, oder? Stimmt: eine bestimme Sorte Mensch betreibt Blogs. Das könnte eine Konstante sein.

    • 8. Januar 2018 0:10

      Menschen, die auf Likes fixiert sind, kommen auf Facebook schneller und leichter zum Ziel als in der Blogwelt. Diese Gruppe ist wohl abgewandert, und es ist eine große Gruppe. Das macht aber Blogs nicht überflüssig, sondern nur komprimierter für Menschen, denen es nicht nur um Likes geht. :-)

  4. 8. Januar 2018 0:09

    Eine Konstante, das klingt gut! Obwohl: mal weg, mal wieder da – auch gut. Ganz nach Gusto, das hat was!

    • 8. Januar 2018 9:40

      Eben: ein Blog ist ja keine Zeitschrift, als deren Abonnent man ein Anrecht auf ihr Erscheinen hätte. Und auch kein Buch, das irgendwann fertig ist.

  5. 8. Januar 2018 0:32

    Ich blogge seit 18 Jahren…. auf unterschiedlichen Plattformen (nacheinander, nicht parallel)…. und möchte es nicht missen :-)

    • 8. Januar 2018 10:29

      Ja! (Und ein Beispiel dafür, daß man u.U. den Übergang vom Gewürz zum Tau nicht mitgekriegt hat.) Was ist denn aus den alten Plattformen geworden – einen Teil gibt es sicher nicht mehr, was? Es werden ja doch immer weniger, alles in allem.

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