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Fortschritt

1. Juli 2017
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Ich erkenne ihn sofort, den Namen Deiner Krankheit, jeder Buchstabe bis zum letzten stimmt, in dem Artikel über ein ganz neues Medikament: drei unvertraute Buchstaben, Strich, drei Ziffern. Ganz neue Wahrscheinlichkeiten, und nicht einmal die Haare hättest Du verloren.

Das erste, was mir einfällt, ist Deine Telefonnummer, und ich wußte nicht, daß ich die noch weiß.

 

 

 

 

 

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15 Kommentare leave one →
  1. 1. Juli 2017 9:34

    Was mir zuerst einfiel, mag ich nicht schreiben. Der Konjunktiv ist auch ein Weg, mit dem Schmerz umzugehen. Bin sehr angefasst.

    • 2. Juli 2017 17:04

      Danke. Der ist ein bleibender Gast, der Schmerz; aber an den meisten Tagen des Jahres benimmt er sich gut.

  2. 1. Juli 2017 13:36

    Meisterhaft. Eine ganze Tragödie in ein paar Sätzen. Das Kopfkino rattert und bastelt sich ein happy end.

    • 2. Juli 2017 17:06

      Ach, dieser unbezähmbare Optimismus. Ja. Abfinden will der sich nie; das hat auch sein Gutes.

  3. 1. Juli 2017 13:44

    Was für ein Text! Er bring mich zum Innehalten, ich muss nachdenken.
    Das Medikament wird diesem einen Menschen wohl nicht mehr helfen. Vielen anderen schon. Das Schicksal hat gesprochen.
    Es tut mir Leid.

    • 2. Juli 2017 17:07

      Danke! Man ist sofort geneigt, irgendwas von Gerechtigkeit zu denken; aber die gibt es nicht. Ja, anderen soll geholfen werden. Das hoffe ich sehr.

  4. 1. Juli 2017 15:16

    Wusch – und du nimmst einen mit. In diese Unausweichlichkeit, Endlichkeit und zeitlose Liebe.

  5. 2. Juli 2017 14:03

    So wenige Sätze, so viel gesagt.

    • 2. Juli 2017 17:18

      Und irgendwie wir’s nie weniger; das erstaunt mich jedes Mal.

  6. 2. Juli 2017 15:18

    Gnadenlos gut ausgedrückt!
    Man wird hilflos bleiben, zumindest in diesem Fall. Traurig.

    • 2. Juli 2017 17:20

      Erstaunlich, daß einen so eine Meldung dann immer noch so mitnimmt. Nach Jah-ren. Aber das sind die Andenken, die Mitnehmsel durch die Zeit.

  7. 2. Juli 2017 16:43

    Bitter für die, für die es zu spät kommt. Warum erst jetzt!?

    Ein Segen für die, die ab jetzt nicht einmal die Haare verlieren müssen. Ein Lächeln unter Tränen.

    Großartig geschrieben, Hut ab!

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