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Innentaschen

5. Februar 2016

Kleider machen Leute: zwei in eins.

 

Zum heiligen Hemd habe ich hier bereits alles geschrieben; zu I soll es um das Taschenproblem gehen.

Ich wüßte gern, wer dafür verantwortlich ist, daß so viele Hosen, Röcke und Kleider für Damen keine Taschen haben. Ich vermute, es sind Leute, die nie Damenkleidung tragen, oder die keinen Wert auf freie Hände legen. Vielleicht teilen sie auch gern ihren Besitz auf unter Glücklicheren, deren Kleidung mit Aufbewahrungsmöglichkeiten versehen ist. Selbst Damenmäntel und -jacken haben, sobald sie unter „elegant“ laufen, oft nur Alibi-Taschen ohne Tiefe oder solche, die sofort kapitulieren und den Schlüsselbund ans Jackeninnenfutter durchreichen.

Wenn irgend möglich, statte ich meine Kleidung mit Taschen aus; geht das außen nicht, dann eben innen. Kann also sein, daß ich etwas tiefer nach dem Geldschein oder den Taschentüchern graben oder mich dazu verrenken muß. Das ist eben so. Jede Innentasche ist besser als keine Tasche.

 

 

 

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13 Kommentare leave one →
  1. 5. Februar 2016 8:32

    Was die Frauenkleidung an Taschen zu wenig hat, hat die Männerkleidung oft zu viel. So viele Taschen innen und außen, dass man in wüstes Suchen ausbräche, unerwürfe man sich nicht einem strikten Ordnungssystem.

    • 5. Februar 2016 9:19

      Ja, die hektische Suche, weil die Eintrittskarte nicht in der linken Gesäß-, sondern in der rechten Beintasche gelandet ist, die kenne ich auch. Aber wo gesucht wird, ist Hoffnung — schlimmer, wenn die Alternative ist: hab ich in der Hand oder irgendwo liegengelassen.

    • 5. Februar 2016 10:51

      Ich kann mich nur dem Herrn Vilmoskörte anschließen: Der Albtraum sind Cargo-Pants, die ohnehin schon zu den fünf üblichen Taschen noch zwei Außenschenkeltaschen haben, gepaart mit einer Anglerweste. Träger dieser Kombination laufen Gefahr, im Laufe der Zeit zehn Kilo schwerer zu werden als im Naturzustand.

      Ich bin ja eher Purist und will keine Taschen. Oder besser gesagt: nicht mehr als zwei, eine Gesäßtasche für Geldscheine und eine normale für den Schlüssel.

      Aber danke für Deine Überlegungen zum immer noch anwachsenden Kleiderschrankprojekt :-)

  2. 5. Februar 2016 11:51

    Vielleicht hat Damenmode so oft keine Taschen, damit die Handtaschenverkäufer besser verdienen können. ;-)

    • 5. Februar 2016 14:30

      Mpf. Das wäre nur zu plausibel. Neenee, da mache ich nicht mit. ,)

  3. 5. Februar 2016 12:46

    Also echt – du bist auch eine von denen, die sich mit diesem leiden Mangel herumschlägt? Vielleicht stecken die FrauenkleidermacherInnen mit der Handtaschenlobby unter einer Steppdecke? Wobei ich ja die Rucksackträgerin bin. Aber so ohne fühlt man (ich meine frau) sich schon ziemlich ohne.

    • 5. Februar 2016 14:32

      Der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklung mühselig den aufrechten Gang erlernt, um die Hände frei zu bekommen — und was passiert? Handtaschen passieren. (Und Stöckelschuhe.)

  4. 5. Februar 2016 13:13

    Frau sollte es den Taschendieben nicht zu leicht machen, oder?

  5. Ferrer permalink
    5. Februar 2016 18:48

    Mein Vorurteil zu diesem Thema lautet, dass zu viele Modedesigner Frauen hassen oder zumindest verachten, auch wenn sie das Gegenteil heucheln. Das Aussehen der Models, die sie aufs Laufsteg schicken bestärkt mich in diesem Vorurteil. Aber auch bei Männerjacken sind die Innnentaschen oft zu knapp geraten für eine große Brieftasche, besonders bei eleganteren (-> teuren) Lederjacken. Ich habe schon einige Jacken zur Näherin gebracht, damit sie die Taschen vergrößert und das Futter verstärkt. Ohne große Taschen fühle ich mich nicht wohl. An eine Verschwörung der Näherinnen kann ich nicht glauben

    • 6. Februar 2016 8:33

      Vielleicht ist es ein allgemeiner Fehlschluß: was schön ist, hat nicht nützlich zu sein?

  6. 7. Februar 2016 8:49

    Stöckelschuhe, Handtaschenzwang aufgrund von Taschenarmut, Röcke, in denen man keine ordentlichen Schritte machen kann (geschweige denn, auf ein Pferd aufsitzen) — man könnte da in einem Anflug von Misanthropie glatt mißtrauisch werden. Steckt da vielleicht die Absicht hinter, Frauen hilf- und wehrlos zu halten? Der harte Widerstand, der vor nicht allzu langer Zeit Frauen entgegenschlug, die es wagten, Hosen zu tragen, bestärkt mich in diesem Argwohn.

Trackbacks

  1. Kleider machen Leute – von A bis Z | Wortmischer

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