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Vorliebe

27. April 2015
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Meine Texte mag ich am liebsten, wenn sie mir vollkommen fremd geworden sind. (Zusatz: und ich nichts dran zu verbessern finde.)

Das kann dauern. Bei Fotos ist das anders; die werden nie handzahm, bleiben dem Augenblick verhaftet. Worte hingegen wachsen langsam und manchmal schmerzhaft; sie ganz wieder zu vergessen, kostet Zeit.

 

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12 Kommentare leave one →
  1. 27. April 2015 16:36

    Bei mir ist es anders: Fotos brauchen Zeit, einen Blick und haben Bestand. Texte sind wie Schall und Rauch… ;-)

    • 27. April 2015 16:40

      Oh, interessant! Ist das der Blick von oben? Fotos mache ich nur aus einem Staunen heraus, die sind Beifang des Schauens. Mir sind die Worte wichtiger.

    • 27. April 2015 16:42

      Blick von oben?? Eher analytisches Schauen und Blick für das Besondere.

    • 27. April 2015 16:43

      Na, ich dachte an die Vogelperspektive. Daß Du bei Deiner Profession anders schaust, ist klar. ,)

  2. 27. April 2015 20:41

    Wie schön gesagt. Besonders die Klammer :)

    • 27. April 2015 21:13

      (Und falls doch: noch mal von vorn, das Ganze.) .))

  3. 27. April 2015 22:22

    Oh nee, noch nach dreißig Jahren erkenne ich sie wieder und er schauere: Welch verblasenes Zeug!

  4. 2. Mai 2015 19:13

    Eine anregende Beobachtung. Vielen Dank dafür.
    Fotos gefallen mir erst, wenn Aussage und technische Ausführung kongruent sind. So wie bei einem guten Drink.
    Wenn ich mir als Fremder meine eigenen Texte vorlese, stimmen im besten Fall die Bilder zu den Gedanken oder Stimmungen, die erzeugt werden sollen.
    Wie bei einem guten Gericht, da müssen die Ingredienzen zusammenpassen.
    Samstagabendlichschöne Grüsse aus dem sinnenden Bembelland

    • 3. Mai 2015 15:27

      Ich glaube, bei Fotos ist das der Unterschied zwischen Profi und Knipsen. Beim Schreiben bin ich unschlüssig, wo die Grenze verläuft, ob es überhaupt so etwas gibt bzw.  ob es Bedeutung hat. Spannend. Regengrüße zurück!

    • 3. Mai 2015 23:03

      Vielleicht ist es wie bei allen Grenzen – so lange sie durchlässig sind, ist Entwicklung möglich… Sie haben aber auch ein Talent, Gedankengebirge in Bewegung zu bringen…
      Klasse! (lieben Sie Lexika?)

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