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Auf dem Weg mit dem B

20. November 2014

  Wo ist der Weg? Ich sehe drei, und keiner trägt ein Zeichen.
  Schau noch mal nach; vielleicht ist der Baum gefällt, wie an der letzten Kreuzung …
  Da ist es. Vom Stamm fast verschluckt. Unter der Rinde steckt es; wie ein Auge unterm Lid. Und da, das nächste — einen Nagel hat das Holz ausgespien, nun hängt es schief am andern.
  Ein Hänge-B.
  Dieser Weg ist sicher ein paar hundert Jahre alt, aber die neuen Wegzeichen, die scheint er nicht zu mögen. Was ist das für ein Wald?
  Gehen wir lieber weiter, sonst frißt er uns am Ende noch.

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27 Kommentare leave one →
  1. Trippmadam permalink
    21. November 2014 6:30

    Solche Wegzeichen kenne ich gar nicht. Der Taunus ist das schon einmal nicht (glaube ich, ich war schon länger nicht mehr da). Was ist das also für ein Wald, wenn ich fragen darf?

    • 22. November 2014 8:33

      Im Taunus sind die Schilder handgeschnitzt –! Das hier war ein richtiger Räuberwald im Hunsrück, wo der Schinderhannes sein Wesen getrieben haben soll. (Dort konnte ich’s mir vorstellen.)

  2. 21. November 2014 9:35

    Diese gelben Plastik(?)dinger passen aber auch so überhaupt nicht.

    • 22. November 2014 9:01

      Ich habe mir überlegt, was denn gut funktioniert. Bei einem Mitblogger las ich mal, er habe sich vom Eichhörnchenweg auf den Wildschweinweg verirrt, da man nach ein paar vergangenen Jahren und abends in der Dämmerung das Eichhörnchen nicht mehr vom Wildschwein unterscheiden konnte … Tierstempel auf Bäumen sind auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Und Wegweiser aufstellen und warten kostet. Kurz und gut, mir ist nichts eingefallen.

    • 22. November 2014 22:04

      In Zeiten von Handy mit GPS ist das doch eh nicht mehr so wichtig…

      Ernsthaft weiß ich auf Anhieb auch keine Lösung, die dämmerungssicher wäre und nicht von Bäumen gefressen wird.

    • 22. November 2014 23:31

      Oh, ich glaube, es ist nichts blöder, als mit Elektronik ohne Strom im Wald zu stehen. Oder mit Elektronik, die runtergefallen oder naßgeworden ist. Dochdoch, Wegweiser wären was. Vielleicht eine bestimmte Baumart pflanzen –?

    • 22. November 2014 23:38

      So wie die Bäume in dem Wald drauf sind, würde ich mit verbundenen Augen und vorher durch im Kreis drehen orientierungslos gemacht noch besser von A nach C finden…

      (Dabei kein Vorwurf den Bäumen. Es lebe hoch die Resistance!)

  3. 21. November 2014 9:54

    Da lob ich mir die guten alten Wegweiser.
    An Bäume was nageln finde ich immer seltsam, aufmalen geht ja noch, aber reinnageln? Nein. Das tut dem Baum sicher weh, dachte ich schon als Kind, denke ich immer noch.
    Drum wehrt er sich hier – zu recht. Dennoch tolle Bilder, oder erst recht!

    • 22. November 2014 9:03

      Mir gefiel das — der Wald wird damit schon fertig … Aber auf GPS möchte ich mich auch nicht verlassen müssen.

    • 22. November 2014 10:22

      Ich mag halt auch Karten 😉 Ob papierene oder virtuelle ist dabei egal … 😀

    • 22. November 2014 15:31

      Karten liebe ich sehr; ohne Karte gehen fühlt sich an wie ohne Buch aus dem Haus gehen — auch wenn nicht nötig, irgendwie nackt. Gelegentlich habe ich aber schon gestaunt, wie schnell Karten überholt sein können. Da reicht ein Wanderverein mit Ideen für schönere Strecken. Oder ein schweres Waldarbeiterfahrzeug …

  4. 21. November 2014 10:44

    Und – gut gegangen?

    • 22. November 2014 9:04

      Ausgezeichnet gegangen. Sozusagen. .) Ein, zweimal mußten wir suchen, aber das gibt hinterher immer die besten Geschichten.

  5. 21. November 2014 12:03

    Ein Hänge-B, hahaha! Ich schmeiß mich weg.

    • 22. November 2014 9:06

      (Hänge-Bs sind natürlich besser als ganz ohne.)

  6. 21. November 2014 12:12

    dass die bäume sie gleich alle verschlingen! erstaunlich und verrückt :-) tolle fotos. <3

    • 22. November 2014 9:08

      Auf einigen fast geschluckten Schildern konnte man noch Webadressen erkennen. Sooo alt sind die nicht. Der Wald da geht sehr entschlossen gegen die Ordnung vor.

    • 22. November 2014 19:17

      bloß gut, dass er so entschlossen ist der wald! :-)

  7. 21. November 2014 12:54

    ich finde es immer wieder faszinierend, wie Bäume die Fremdkörper gleich umschliessen und ganz ehrlich, wer will schon einen Nagel in seiner Haut? Menschen …
    ja, da heisst es weiterwandern und hoffen, dass es das nächste Mal Wegweiser tun …

    herzlichst Ulli

    • 22. November 2014 9:14

      Wegweiser gibt es inzwischen. Die mit den gelben oder blauen Spitzen sehe ich überall; die scheinen in ganz Deutschland flächendeckend eingeführt zu werden. Nach Schweizer Vorbild, hörte ich.

  8. 21. November 2014 17:30

    Apropos „wie ein Auge unterm Lid“ – ist das nicht ein Rebus? Das ist doch offensichtlich eine Beule. Eine Eule (bzw. deren Auge) mit `nem B davor.

    • 22. November 2014 9:28

      Eugen beugen. .)))
      Das wäre natürlich auch was: Wenn der Wald nichts weiter versuchte, als uns etwas mitzuteilen, und weil wir offenbar am besten Wegweiser sprechen … Hu.

    • 22. November 2014 21:03

      Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus. Irgendwer muss also mal mehrmals B geschrien haben, nachdem er zuerst A gesagt hat?

    • 22. November 2014 22:01

      Haha! .)) A gab es nicht. War vielleicht längst verschluckt … (Man könnte die Buchen bitten: sag mal Aaaaah, dann wüßte man’s.)

  9. 22. November 2014 22:39

    Eugen beugen kapier ich übrigens nicht. Kann ich aber: Im Genitiv heißt es Eugens, z. B. dem Eugen seine Mama.

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