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Flipper!

20. April 2014
Flipper: Geldeinwurf mit DM-Beschriftung

Wie viele Runden?

Kurz überprüfen, links, rechts, ob die Knöpfe für die Finger funktionieren. In der Maschine rumpelt und grollt es, Lichter tanzen, und die erste Kugel landet im Plunger-Kanal. Ein Zug, die Feder knarzt, und mit einem Knall schießt der Stahlball ins Spielfeld und fängt sich gleich zwischen einer Gruppe von Bumpern. Das Gehäuse summt und vibriert, es blinkt und klackt, die Maschine zählt. Die Kugel trifft auf Hindernisse und gerät auf Abwege, bis sie unrettbar mittig hinter dem bemalten Glas verschwindet – oh, die Schwerkraft. Diese Runde ist vorbei. Noch eine?

In Schwerin haben sie was Tolles. Schwerin, das ist die kleinste deutsche Landeshauptstadt, nämlich die von Mecklenburg-Vorpommern, und man findet kaum Stadt zwischen all den Seen. Schön ist schon das. Und es gibt da was, das habe ich noch nie gesehen, nämlich ein Flippermuseum.

Flippergerät aus den Fünfzigern modernes Flippergerät Flippergerät mit Dolly Parton-Motiv Flippergerät mit Fantasy-Thema Raum im Flipper-Museum

Über hundert Flipperautomaten aus achtzig Jahren sind dort gesammelt und ausgestellt, vom schlichten Nagelbrett mit Löchern bis hin zum weltgrößten Flipper, dem Hercules, in dem eine Billardkugel auf die elektromagnetisch abgelenkte Reise geht.

Geöffnet ist etwa Freitagabend von 18 bis 23 Uhr, so daß der Besuch dieses Museums mit Sicherheit anders ist als der einer Kunstsammlung. Der freundliche Betreiber gibt Auskunft über Technik und Geschichte der Geräte.

Man kann das Innenleben dieser Automaten betrachten, Mechanik und Elektrik, man kann sich blenden lassen von bunten Aufbauten und Lichtern — und man kann die meisten Geräte selbst ausprobieren. Flipperautomaten leben nur, wenn sie gespielt werden, und das geht hier. Für neun Euro (unermäßigt) hat man drei Kugeln an allen spielbaren Automaten — Stunden Spaß. Wenn man in Übung ist. Und Flipperspielen ist eine Wissenschaft für sich.

Flippermuseum Schwerin
Flipper bei Wikipedia

9 Kommentare leave one →
  1. 20. April 2014 18:40

    hey, das würde mir auch gefallen! schöne idee und dein text weckt spiellust und fernweh … :-)

    • 20. April 2014 20:05

      So ein Museum gibt’s auch etwas erreichbarer — in Neuwied am Rhein. Die haben sogar ein Hotel mit flipperinspirierter Ausstattung.

  2. 20. April 2014 19:54

    Jetzt fällt es mir wieder ein, Du bist ja ein Fan und Profi an diesen Automaten…., Viel Spaß beim Durchprobieren.

    • 20. April 2014 20:06

      Oh, ich habe da erstmals solche Maschinen ausprobiert (ich wüßte nicht, wo man im realen Leben noch welche finden sollte …). Aber dankbare Fotomotive sind das, doch.

  3. karu02 permalink
    20. April 2014 20:06

    Das ist etwas, was ich noch nie im Leben versucht habe. Dir viel Spaß damit.

    • 20. April 2014 20:08

      Ha, danke! Zu viel ist es nicht gekommen; ich habe schon für größere Bälle auf großen Spielfeldern keinerlei Talent.

  4. 22. April 2014 18:17

    Ich muss da hin. Ich kann es nicht richtig, aber es macht solchen Spaß. Schon immer!

    • 22. April 2014 18:43

      Zweieinhalb Stunden Fahrt mit der Bummelbahn. (Man kann das Museum auch mieten, für Betriebsausflüge und so …)

    • 23. April 2014 9:18

      Ich war eh noch nie da, das sollte sich mal einrichten lassen. Ehrlich, das ist für mich ein großartiger Tipp, weil ich Flippern seit KIndheitstagen liebe. Also seit ich drübergucken kann, natürlich erst.

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