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Mehr Museum

23. Januar 2014
Museumscafé.

Alter Prunk: Im Café des Museums Bahnhof Rolandseck.

Rolandseck (Remagen/Oberwinter) liegt zwischen Bonn und Koblenz am Rhein. Wenn man aus dem Zugfenster schaut, sieht man ein paar Hochhauswürfel, die B9, eine Schnitte Rhein mit dem letzten Hauch Romantik und eben den Bahnhof. Hier aussteigen, bitte.

Zum Museum ist es nicht weit; einmal ums Gebäude herum, Treppe runter, kurzer Blick auf die Anlagen des Skulpturenufers, und da sind auch schon die museumstürflügelschweren Türen. Kräftig aufgedrückt und hinein ins Arp-Museum!

Was oben nach Gründerzeit aussieht, ist unten schlicht und modern. Wirklich erstaunlich ist dann der Neubau, ein elegantes, kaum protziges weißes Gebäude oben am Berg, durch Tunnel und Aufzug mit dem alten Bau verbunden. Ein Tanzsaal fürs Licht; Glas und Weiß und Aussicht als Hangar für riesenformatige Kunst.

Im Moment sind Werke von Tara Donovan zu sehen, raumgreifende Skulpturen aus Folie, Knöpfen, Nadeln oder Trinkhalmen, um die es sich hier bequem herumspazieren läßt. Und mittendrin ein Pavillon, wo tageslichtgeschützt Werke von Hans Arp ausgestellt sind.

Mich hat dieses Museum völlig überrascht; so etwas Schönes hatte ich nicht erwartet. Rheinland-Pfälzer wissen aber offenbar, was sie da haben — es war bis zu seiner Eröffnung 2007 als rechter Zankapfel in der Presse und soll eines der bestbesuchten Kunstmuseen des Landes sein.

Arp-Museum Rolandseck
Di–So, Feiertage 11–18:00
Eintritt unermäßigt 9 Euro

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22 Kommentare leave one →
  1. 24. Januar 2014 3:42

    Ohne einen Zankapfel hätte es selbst die schöne Helena nicht so weit gebracht.

    • 25. Januar 2014 10:33

      Der Krieg als Vater aller Dinge … Auf jeden Fall machen Skandale Presse. .)

  2. 24. Januar 2014 7:31

    Ein Tanzsaal für Licht? Ach — schön!

    • 25. Januar 2014 10:34

      Man könnte da auch Flugzeuge ausstellen.

    • 25. Januar 2014 12:31

      Ein Tanzsaal für Flugzeuge? Ich weiß ja nicht …

  3. 24. Januar 2014 8:53

    Hach, so ähnlich sahen Decke und Stuck in meinem Wohnzimmer auch aus, nachdem ich die alten Leimfarben abgewaschen hatte und bevor ich sie weiß gestrichen habe. Nur der feine Kronleuchter fehlt mir noch …

    • 25. Januar 2014 10:36

      Oha, das klingt nach viel Arbeit –! Hier haben sie sich den Neuanstrich gespart, was ich sehr schick finde.

  4. karu02 permalink
    24. Januar 2014 12:03

    Danke für diesen Hinweis. Ich wusste bisher nichts davon.

    • 25. Januar 2014 10:38

      Das wäre ein Ausflugsziel! Tip: nicht den Aufzug nach oben nehmen. Die Treppe in dem senkrechten Tunnel ist toll.

  5. 24. Januar 2014 16:10

    Schönes Foto! Und untenrum modern? Sieht bestimmt interessant aus.

    • 25. Januar 2014 10:46

      Wikipedia weiß:

      Das Museumscafé und Bistro befindet sich im restaurierten ehemaligen Festsaal des Bahnhofs (Mitte 19. Jh.) mit Stuckdecken, großen Kristalllüstern und Außenterrasse mit Blick auf den Rhein und das Siebengebirge mit dem Drachenfels. Es war der Empfangssaal für die Prominenz, die hier einst von der Bahn auf das Rheinschiff wechselte, sowie Schauplatz von Konzerten und Theateraufführungen.

      Was die Bahn alles hatte! Ein Teil ist heute schlicht, ein Teil knallbunt gestaltet; allein das ist schon sehenswert.

  6. 25. Januar 2014 12:18

    da ich ab und an in Sinzig bin, werde ich mir gerne deinen Tipp merken und dort einmal einkehren-
    dein Foto gefällt mir ausnehmend gut!
    herzliche Grüße
    Ulli

    • 25. Januar 2014 15:27

      Sinzig, das ist doch das mit der spektakulären Kirche, oder? Jedenfalls ist das Museum allemal einen Besuch wert. Im Sommer muß es grandios sein mit dem Blick übern Rhein.

    • 25. Januar 2014 15:52

      ich war immer noch nicht in der Kirche drin, aber das wird jetzt auch mal gemacht- bin wieder Ende Februar im Rheinland, nun habe ich schon zwei Vorhaben, dank dir ;)

  7. 31. Januar 2014 22:32

    danke für diesen tollen tipp. da muss ich mich ja reichlich sputen für Tara Donovan, klingt so interessant! vom museum habe ich schon einiges gehört, aber leider immer wieder „vergessen“, weil keine zeit war. nun ist reichlich da und ich will hin! danke…

    • 31. Januar 2014 22:49

      Oh, viel Vergnügen! Ist natürlich eine halbe Weltreise von Hannover. Und danke fürs Vorbeischauen in meinem Blog.

  8. 1. Februar 2014 16:19

    :-))) -lohnt sich ja…

  9. 24. Februar 2014 11:10

    Danke für den Tipp, ist ja nicht weit.
    Aber auch super Detailauschnitt, der den Verfall und den Prunk vereint.

    • 24. Februar 2014 14:55

      Oh, lohnt sich! Und das fände ich interessant: was ein Fotograf aus dem schönen Bau macht. Ich knipse ja mehr so.

  10. 9. März 2014 10:07

    so, nun war ich da, kurz vor toresschluss – die lange hin- und rückfahrt haben sich sehr gelohnt – das museum selbst ist großartig, die kunst dort sehr inspirierend, die ausstellung von Tana Donovan hat uns sehr fasziniert, es gab bei vielen der werke immer noch ein zweite, drittes hingucken und verweilen. danke für den guten tipp!
    herzliche grüße
    sylvia

    • 9. März 2014 16:52

      Ach, das ist ja was! Freut mich sehr, wenn’s sich gelohnt hat; die Reise war sicher kein Pappenstiel. (Stand denn der Nadelwürfel noch?)

  11. 9. März 2014 18:11

    ja, der stand noch da, auch der zahnstocherwürfel und der glaswürfel… war wirklich großartig die ganze aktion, da fahrn wir bestimmt mal wieder hin!
    herzliche sonntagsgrüße
    sylvia

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