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Blick aufs Glück

14. September 2013

Ein Tag voller fröhlicher Gesichter: statt des vorhergesagten Regens schien die Sonne so warm, daß es die Flaneure aus ihren Jacken trieb. Mir macht das, wenn Menschen sich übers Wetter freuen, gute Laune.

Eingedellt.

… und schon vorbei.

So gestimmt, begegnete ich einem Freilufttelefonat. Normalerweise übe ich mich im Überhören, weil: Weißt du, wo ich bin? Auf dem Marktplatz! Und ich trinke einen Kaffee!, das ist nichts, was ich wissen muß. Aber hier erzählte das eine ältere Frau in ihr Telefon, allein an einem Cafétischchen, weißt du, was für ein Tag heute ist?, und es lag so viel Glück in ihrer Stimme, daß ich mich unweigerlich ihr zuwandte.

Dann fiel mir B. ein, die, so scheint es, alles hat, was man sich wünschen kann, und die an nichts und niemandem ein gutes Haar läßt. Von ihr heißt es: die hat Unglück im Glück.

Es ist Freitag der Dreizehnte. Ich gebe nichts auf Daten und Zahlen, außer für Geschichten.

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15 Kommentare leave one →
  1. 14. September 2013 18:59

    „das glück kommt zu denen, die lachen“, schrieb mir meine erste franzlehrerin, die ich sehr verehrte, ins poesiealbum. manchmal vergesse ich es lachend zu locken und vertreibe es mit grummeln. danke fürs erinnern, dass … :-)

    • 15. September 2013 8:20

      Stimmt, manchmal weiß man nicht, was zuerst da ist: das Lachen oder das Glück. Es mit Lachen zu locken, scheint mir Kunst! .)

  2. 14. September 2013 23:31

    Wenn ich mal den Kopf bei dem Käfer weglasse, sehe ich genau 13 Punkte, manche nur noch als Andeutung. Wenn das kein schönes Zeichen zum Freitag, dem 13. ist.

  3. 14. September 2013 23:54

    Es war in der Tat auch hier ein richtiger Gute-Laune-Tag.

    • 15. September 2013 8:22

      So ein Sonnenseptember ist wie ein Geschenk. Ich hoffe, wir haben noch ein bißchen davon.

  4. 15. September 2013 7:32

    Fürs Glück braucht man, scheint mir, ein gewisses Talent. Es gibt Naturbegabungen, Genies, Tolpatsche und solche, die es mühsam lernen müssen. Mit viel hartnäckigem Fleiß. Letztere dürften die meisten sein.

    (Sagen Sie mal, hat das Käferlein da auf der linken Seite eine, ähm, Delle? Oder scheint das nur so?)

    • 15. September 2013 8:25

      (Sie haben recht — der Käfer sah aus wie ein Totalschaden, war aber sehr munter unterwegs.)

      Manchmal glaube ich, das schadhafte Glück ist beständiger als das perfekte. Es gibt ja so viel, womit man unzufrieden sein könnte. Wenn man das lassen kann –!

  5. 15. September 2013 10:21

    Für den Beitrag vergebe ich dreizehn Glückspunkte! :-) Ja, ein solches Freilufttelefonat kann man ertragen und sich sogar mitfreuen. Dann noch lauter gut gelaunte Menschen und Septembersonne, das macht froh, schön!

    • 16. September 2013 9:24

      Wir sind schon seltsame Pflanzen — abhängig vom Licht. Wünsche Sonne im Süden, rotewelt!

    • 16. September 2013 9:27

      Ja, ohne Licht gehen wir ein. Leider habe ich keine Sonne im Süden, Lakritze, wünsche sie dir aber!

  6. karu02 permalink
    15. September 2013 19:39

    Weil ich an einem Freitag, den 13. vor vielen Jahrzehnten geheiratet habe, zählt er für mich sowieso zu den Glückstagen.

  7. karu02 permalink
    15. September 2013 19:39

    Immer noch, wollte ich ergänzen.

    • 16. September 2013 9:28

      Schön, wenn Glück hält und trägt. Das ist die gute Ausnahme von der unbeständigen Regel. .)

Trackbacks

  1. Schönen Tages Abendhimmel | Vilmoskörtes Blog

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