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Postkarte aus der Ex-Hauptstadt

13. September 2012

Fortsetzung der Landschaft mit anderen Mitteln.

Bonn ist wie ein in die Jahre gekommener Herr im eleganten Dreiteiler; proper, aber nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Bonn untertreibt gewaltig mit seiner Größe: von der Stadt geht ein unmißverständlicher Kleinstadtgeruch aus; ich erwarte ständig, jemanden zu erkennen. Dabei ist Bonn eine richtig große Stadt.

Ich habe mich natürlich auf der Rheinpromenade herumgetrieben; hängengenlieben bin ich in einer Ausstellung über Exzentriker. Unter dem Titel hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, aber das heißt ja auch nur, daß ich überrascht war. Der Graubereich zwischen Kult und Kunst wirft viele Fragen auf. Als ich nach viereinhalb Stunden ging, lobte mich der Mann an der Garderobe für meine Ausdauer.

Die Stadt draußen hat der September im Griff; Kastanien klatschen auf die Gehwege, und Spinnweben liegen über trockenem Grün. Vielleicht herrscht hier wirklich ewiger Sonntag. Ich werde es nicht herausfinden.

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One Comment leave one →
  1. 9. Januar 2017 13:06

    Glückwunsch zu Ihrer Ausdauer! :) Und das Foto, großzügig gesehen: Meer, Berge, Wald. Was wünscht man sich mehr?

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