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So geht das: Bandnudeln

11. Juli 2009

sogehtsNichts geht über selbstgemachte Nudeln. Punkt. Kurz gekocht, mit Butter und Parmesan oder ein paar Blättern Basilikum: perfekt. Sie machen Arbeit, aber der Aufwand lohnt sich — so sehr, daß ich keine Nudeln aus der Tüte mehr mag.

Man braucht dazu sechs Eier, etwas über 500 Gramm Hartweizengrieß, eine Handvoll Mehl, etwa eine Stunde Zeit und gute Nerven. Kein Salz, kein Öl, kein Wasser!

Eier, Hartweizengrieß, etwas Mehl.

Eier, Hartweizengrieß, etwas Mehl.

Erst werden Eier und ein Teil des Grießes zusammengerührt. Wenn die Masse allmählich fest wird, geht es ans Kneten — echte Handarbeit; keine mir bekannte Küchenmaschine bekommt das hin. Zwischendurch erinnert der Teig in seiner Bappigkeit an etwas aus der Baustoffhandlung — egal, weiterkneten. Bis er nicht mehr klebt und sich glatt durchbrechen läßt.

Dann mit feuchtem Küchentuch abdecken und eine halbe Stunde warten.

Erst rühren,

Erst rühren,

... dann kneten.

… dann kneten.

Abgedeckt ruhen lassen.

Abgedeckt ruhen lassen.

Wenn er glatt bricht, ist der Teig trocken genug.

Wenn er glatt bricht, ist der Teig trocken genug.

1--2 mm dick ausrollen...

1–2 mm dick ausrollen…

... zusammenfalten ...

… zusammenfalten …

... mit scharfem Messer schneiden.

… mit scharfem Messer schneiden.

Auseinandernehmen,

Auseinandernehmen,

zum Trocknen ausbreiten.

zum Trocknen ausbreiten.

Handtellergroße Kugeln dünn ausrollen, großzügig mit Mehl bestreuen, längs zusammenrollen und in schmale Streifen schneiden. Sofort entwirren und zum Trocknen ausbreiten. Nach einer halben Stunde kann man die Nudeln zusammenräumen; ich packe sie in eine Salatschleuder, damit sie nicht in der Schüssel festkleben. Im Kühlschrank halten sie sich zwei, drei Tage.

Nudeln für vier bis fünf hungrige Personen.

Nudeln für vier bis fünf hungrige Personen.

(Nach dem Nudelmachen sieht es in der Küche leider aus, als sei ein Mehllaster explodiert. Und die Kunst an dieser Anleitung besteht darin, Fotos zu machen, ohne den Fotoapparat zu ruinieren.)

So, das war meine Vorlage für den Hausgebrauch. Nudeln in elf Bildern.

Spektakuläre Anleitungen gibt es bei Karu: Wie werden lebensgroße Gipsfiguren gemacht? Wie funktioniert Bronzeguß? Und wem das noch zu leichtgewichtig ist, dem empfehle ich BerndBs Fotos auf flickr: Maximale Schwerlast auf vielen, vielen Rädern.

Viel Spaß!

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11 Kommentare leave one →
  1. 11. Juli 2009 19:12

    Hmmm, sieht das gut aus! Selbstgemachte Tagliatelle, dazu etwas Butter und frisch geriebenenen Parmigiano, mir läuft das Wasser im Mund zusammen… Schreibst du jetzt ein Kochbuch?

    • 11. Juli 2009 19:19

      Kochbuch? Werde mich hüten. :) Das war einfach das nützlichste von den Dingen, die ich kann.

  2. 12. Juli 2009 10:10

    Das finde ich schon mal ziemlich nützlich. Ich zerbreche mir seit Deinem Aufruf den Kopf – ich bin sicher, dass auch ich irgendetwas richtig gut kann. Aber was? Ich warte übrigens noch auf Kixkas Anleitung zum Ohrenwackeln.

  3. berndb permalink
    12. Juli 2009 12:38

    Davon hätte ich jetzt gern eine ordentliche Portion!!!! Vielen Dank für die Nennung der Schwergewichtigen…. :-)

  4. joulupukki permalink
    12. Juli 2009 15:43

    Genau – Nudeln selber machen, das stand ja auch noch auf meiner Liste! Danke für die Erinnerung. JETZT probier ichs aus. Versprochen!

  5. kormoranflug permalink
    12. Juli 2009 19:36

    wenn man Zeit hat finde ich nichts besser als die selbstgemachten Nudeln und Deine sehen super aus. Woher beziehst Du Deinen Hartweizengries?

  6. 12. Juli 2009 20:55

    Eichhorn, ich auch!
    (Und jetzt warte ich auch noch auf Deine Anleitung …)

    Bernd, ging gar nicht anders. Deine Riesen sind schwer beeindruckend.

    Jou, mach das. Macht kräftige Unterarme. :)

    Kormoran, den Grieß habe ich auf dem Wochenmarkt gefunden — stammt aus Sizilien. Schmeckt gut. Normalerweise nehme ich den ganz normalen ausm Supermarkt.

  7. philipp1112 permalink
    18. Juli 2009 20:18

    Na Hallo,

    Lakritze, ich fände es schön, wenn Du ein papiernes Kochbuch schreiben würdest. Ich könnte es Dir dann zusammen binden.

    Einen Vorschlag für die Gestaltung findest Du – andere auch – unter

    http://www.bielstein-books.de

    in den News aus dem Oktober 2008.Wie es dann aussieht zeigt die Büchergalerie auf der Websit, Kapitel Rezeptsammlung.

    Liebe Lakritze, das wäre dann mein Beitrag zu „So geht das!“

  8. 18. Juli 2009 21:06

    Ach, schade. Meine Rezeptsammlung lohnt das Binden nicht. Aber wenn ich jemals was zum Binden haben sollte, dann –!

  9. 2. November 2011 22:58

    KLASSE !!

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