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Neues aus dem Flusensieb

1. März 2015

Die Suchmaschinen werden ja immer geiziger mit den Auskünften, wie man gefunden wurde mit seinem Blog. Hier die spärlichen Reste aus meinem Flusensieb.

abwesenheitstext für die tür
Schnickschnack. Keine Tür braucht so was. Wenn sie weg ist, ist sie weg; das sieht jeder sofort.

lakritze öffnen blutgefäße
Würde ich nie tun!

rostige eierbecher
Doof, aber nicht schädlich, und manchmal sogar schön.

schöne xxx 16
Äh … was?

kevsmart007
Bitte. Paßwort nicht in wildfremde Suchmasken tippen.

pferdeschinken selber machen
Nichts leichter als das: Sie brauchen ein Pferd und, wofern es noch lebt, ein Bolzenschußgerät …

käfer schmeckt nach lakritz
Das allerdings hätte deutlich schlimmer kommen können.

kleiderbügel sammeln
Also, davon habe ich gar keine Ahnung.

normalverteilung gedicht
Welcher Graph sieht verdächtig nach Glocke aus?
Das ist die Normalverteilung nach Gauß …

(Naja. Andermal vielleicht.)

Kleine Ode an die kleinen Städte

23. Februar 2015

Hübsch hier! Diese schiefergedeckten Häuschen, ganz entzückend. Ja, so eng hat man früher gewohnt. Da, der Laden, so eine Dekoration hab ich als Kind so schön gefunden … und, oh, eine richtige echte Bäckerei!

Welten.

Welten.

In der kleinen Stadt stehen am Marktplatz Kirche und Stadtparkasse, Brunnen mit moderner Bronze samt Stifterplakette; an sechs von sieben Tagen wird hier geparkt. Auf der Straße grüßt man sich, und weil jeder jeden kennt, fällt der Fremdling auf. Familiengeschichten erzählt man sich bis ins vierte Glied. Mißgunst wohnt Tür an Tür mit Freundlichkeit. Hier lebt man …

Schöne Sachen XXXIV

19. Februar 2015
Schmetterlinge

Ordnungen.

Nichtbilder

14. Februar 2015

Ich erinnere mich an zwei oder drei Alben mit Familienfotos, die nach Schwarzweißbildern rochen; manche hatten kunstvoll gewellte Ränder, an denen man mit dem Zeigefinger entlangfahren konnte. Besonders faszinierten mich die halbtransparenten Papiere zwischen den Albumseiten, die, bei vollständiger Kenntlichkeit der Bilder, alle Details verbargen; sie saugten sich an den Seiten fest und wollten mit Vorsicht abgehoben sein. Sie trugen ein geprägtes Spinnennetzmuster, in dem hier und da pralle Spinnen saßen.

Die Bilder des Liebsten wohnten in zwei Schuhschachteln; sie waren nicht sortiert, aber sie klemmten ungefähr da, wo sie chronologisch hingehörten. Manche waren in den Umschlägen aus dem Fotogeschäft gebündelt. Feste, Urlaube, Auftritte, Zivildienst, Studium, Ausland — alles hatte er, wie’s kam, dokumentiert und mit der freundlichen Achtlosigkeit, die ich liebte, in diesen Schachteln verwahrt.

Beides, die Alben mit den Familienfotos und die Schachteln mit den Bildern des Liebsten, gibt es nicht mehr …

Das übliche halt.

12. Februar 2015
Was soll man dazu sagen.

Was soll man dazu sagen.

Büßerwege

8. Februar 2015

Von Kobern-Gondorf nach Löf veranschlagt der Moselsteig 14 Kilometer. Klacks, sind Herr G. und ich uns einig, da kennen wir anderes, und stiefeln im Frühtau los. Auf dem ersten Anstieg am bewaldeten Hang knistert das Laub gefroren. Steil, jaja, aber oha, die Aussicht!

Moselsteig Wegmarke

Deutlich kantiger als der Rheinsteig: der Moselsteig.

Die Mosel ist schmaler als der Rhein und nicht so befahren — eine Bahnlinie nur, viel weniger Schiffe –, und so verschwindet sie zeitweise fast lautlos zwischen den Kulissen der Hügel. Hier scheint der Weinbau noch dominanter als am großen Fluß. Jetzt, im Winter …

Brückenzauber

1. Februar 2015

Die zwei gehen Hand in Hand, er raucht unterm Kapuzenpulli, sie pustet die Haare aus dem Gesicht; ich höre sie lachen. Wie alt mögen sie sein? Alle paar Schritte halten sie und stecken die Köpfe zusammen, beugen sich nieder zum Gitter des Handlaufs, zu einem der unzähligen kalten Quader, die andere hier hoch überm Strom befestigt haben.

Hier; sie richtet den Finger auf eine Stelle. Hier hängen die Schlösser noch nicht in Trauben; man kann zwischen ihnen hindurch aufs Wasser sehen. Er löst sich von ihr, wirft die Kippe in den Fluß und nestelt in seiner Jackentasche. Entzücken klingt in ihrer Stimme, als er das Schloß in die Höhe hält, schrill protestiert sie, als er einen Fuß zwischen die Gitter zwängt und sich nach oben stemmt, sich nach einer Strebe über allen anderen streckt. Ich glaube zu hören, wie es stählern klickt. Die Brücke bebt leise, als er wieder auf zwei Füßen landet.

Sie umhalst ihn, und dann saugen sie sich lange aneinander fest. Schließlich hebt sie die Faust, schwingt sie mit einem Hüpfer nach vorn und oben; in der Sonne müßte das winzige Stück Metall, das im Bogen dem Wasser zustürzt, glitzern, aber der Himmel ist bedeckt. Stumm schluckt der Fluß das Schlüsselchen.

Oben, auf der Brücke, machen sich die beiden auf den Weg zurück, die Arme um einander geschlungen. Und während er sich eine Zigarette ansteckt, während ich ihre Stimme zwitschern und gurren höre, während sie sich beschwingt entfernen nach vollbrachter Tat, nach getaner Arbeit, denke ich: möge dieser Schlüssel vergehen, möge die Stadtreinigung mit dem Seitenschneider kommen und euch von diesem Schloß befreien, bevor auch nur eins von euch sich dran erinnern muß mit Bitterkeit.

 

Beitrag zum Projekt *.txt.

–> alle meine *.txte

Angekratzt

30. Januar 2015
Eisbahn

Eisbahn.

Stups: *.txt

27. Januar 2015

Eben erst entdeckt: das Projekt *.txt des jungen Autors Dominik Leitner (neonwilderness). Kommt wie gerufen; Spiel macht Spaß. Alle drei Wochen wird ein Wort gezogen als Anlaß fürs Schreiben. Das erste Wort ist: Gratwanderung; Deadline: heute.

Weil ich so spät dran bin und gar keine Zeit habe, schummele ich diesmal und nehme einen alten Text.

Morgen gibt es dann ein neues Wort.

Kein Silberstreif?

26. Januar 2015
Aussicht

Das geht vorbei.

 

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